Teufel beim Maientanz

Künstler: Algirdas Juškevičius Entstehungsjahr: 1981 m.

Der Teufel steht in der litauischen mündlichen Überlieferung den Menschen sehr nahe. Dieses Wesen geht in unserer unmittelbaren Umgebung um, manchmal wohnt es sogar gleich nebenan und taucht unvermittelt auf, sobald wir seine Hilfe brauchen. In den litauischen Sagen und Märchen ist oft davon die Rede, dass der Teufel sich hundertfach erkenntlich zeigt, wenn man ihm auch nur ein kleines Geldstück schenkt oder ihm Respekt erweist. Aber es kann auch genau umgekehrt sein – manchmal wird der Teufel als schlimmstes und gefährlichstes Wesen des mythologischen Kosmos dargestellt. In der litauischen Überlieferung ist er aber nicht von der geheimnisvollen oder übernatürlichen Art, die die anderen überlieferten Wesen auszeichnet; weder weicht man ihm aus, noch wird er allzu sehr gefürchtet. Der Mensch und der Teufel können in einem vertrauten oder sogar freundschaftlichen Verhältnis verkehren. Und genau diese Beziehung spiegelt sich in der Skulpturengruppe mit den Musikanten und den tanzenden Paaren, unter denen sich auch ein Teufel befindet. Man erkennt ihn an einem unfehlbaren Merkmal.

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